Transparenz: Wer ist Ody — und was steckt dahinter?

algonice arbeitet mit offenen Karten. Hier steht, was in deinem Arbeitsplatz unter der Haube läuft und wo es läuft — mit Namen, Ländern und dem, was wir noch nicht belegen können. Diese Seite halten wir aktuell: Ändert sich etwas, steht es zuerst hier.

Wer ist Ody?

Ody ist der KI-Kollege in deinem Arbeitsplatz. „Ody" ist ein Produktname von algonice, kein eigenes KI-Modell — und keine Person: Wenn du mit Ody schreibst, schreibst du mit einer künstlichen Intelligenz, nicht mit einem Menschen. Ody sagt das auch selbst, wenn du ihn fragst.

Dahinter arbeitet nicht ein Modell, sondern mehrere. Welches eine Aufgabe übernimmt, entscheidet der Arbeitsplatz von Runde zu Runde — ein Bild, eine Tabelle und eine Zusammenfassung brauchen nicht dasselbe. Du wählst nichts aus, und du musst dich um keinen Zugang kümmern. Welche Anbieter beteiligt sind und wo sie arbeiten, steht weiter unten auf dieser Seite — vollständig, als Tabelle.

Wo läuft das — und wo sind meine Daten?

Unsere Linie: Europa als Standort. Das ist das erste Kriterium, nach dem wir Anbieter aussuchen — auch beim nächsten Wechsel. „100 % EU“ sagen wir trotzdem nicht, denn eine Stelle hält das nicht: die Ersatz-Websuche, die nur bei einer Störung einspringt. Statt zu behaupten, hier die ganze Liste — auch die unbequemen Zeilen:

WofürAnbieterRechenzentrumBezug außerhalb der EUSpeicherung / Training
Dein Arbeitsplatz: Dateien, Projekte, Gespräche IP-Projects (DE)Deutschlandnein Deine Inhalte liegen hier. Kein Training.
Vermittlung der Anfragen an die Modelle IP-Projects (DE)Deutschlandnein Nur Zählwerte, keine Inhalte.
Dateien durchsuchbar machen Mistral AI (FR)steht uns noch nicht belegt vor noch nicht geprüft Nur Textstücke deiner Projektdateien. Laut Vertrag kein Training.
Sicherungen Hetzner (DE)Deutschlandnein Verschlüsselt, bevor sie unser Haus verlassen.
Ody für den Alltag Infercom (LU)München ⚑ ja: die Plattform betreibt SambaNova Systems (USA) Laut Vertrag keine dauerhafte Speicherung, kein Training.
Zusatzmodelle für schwerere Aufgaben TensorX (IE)Dublin und Helsinki ⚑ ja: Netz und Sicherheit über Cloudflare (USA), dazu AWS in der EU-Region; Verwaltung, Support und Kundenpflege über US-Dienste mit Standardvertragsklauseln Laut Auftragsverarbeitungsvertrag laufen die Anfragen nur auf Rechnern in Dublin und Helsinki — keine Speicherung, kein Training.
Bilder erzeugen und bearbeiten Verda Cloud (FI)Helsinkinach Angaben des Anbieters nein Laut Nutzungsbedingungen keine dauerhafte Speicherung, kein Training.
Websuche European Search Perspective („Staan", FR)Frankreichnein Suchanfragen bleiben dort bis zu 25 Monate — ohne eine Kennung von uns.
Websuche, Ersatzweg bei Störung Linkup (FR)wechselnd, je nach Auslastung ⚑ ja: die Verarbeitung kann auch außerhalb der EU stattfinden Suchanfragen werden gespeichert; die Frist ist uns nicht belegt. Ohne eine Kennung von uns.

Zwei Dinge, die uns dabei wichtig sind. Die Modelle für die schwereren Aufgaben beruhen auf offen veröffentlichten Gewichten chinesischer Häuser — die Anfragen gehen aber nicht nach China, sondern an einen irischen Anbieter mit Rechenzentren in Dublin und Helsinki. Und bei der Websuche geht nur deine Suchanfrage hinaus: keine Kennung deines Kontos, keine Cookies, kein Nutzerprofil. Was der Suchdienst darüber hinaus zusichert, schreiben wir erst hierher, wenn wir es schriftlich haben.

Und die Einschränkungen, die dazugehören. Bei Infercom und TensorX wird in der EU gerechnet, das steht in den Verträgen — aber beide setzen Dienstleister außerhalb der EU ein, deren Zugriff auf die Plattform nicht am Standort des Rechenzentrums hängt; abgesichert über Standardvertragsklauseln. Der Unterschied, um den es geht: wo deine Anfrage gerechnet wird gegenüber wer technisch herankommen könnte.

Bei der Ersatz-Websuche ist es deutlicher: Dort kann die Verarbeitung auch außerhalb der EU stattfinden. Sie springt nur ein, wenn der eigentliche Suchdienst stört — aber sie springt ein, und deshalb steht sie hier und nicht im Kleingedruckten. Bei Mistral, das deine Dateien durchsuchbar macht, haben wir die Zusage zum Training schriftlich, den Standort des Rechenzentrums aber noch nicht belegt. Wir schreiben lieber „wissen wir noch nicht" als eine Landesflagge, die wir nicht halten können.

Zum Nachprüfen statt nur behaupten: Was Infercom selbst vorlegt — Zertifizierungen, Aufbewahrungsregeln, Standort des Rechenzentrums — kannst du im Trust Center des Anbieters direkt nachlesen: infercom.ai/trust. Das sind die Angaben von Infercom, nicht unsere eigenen Zusagen.

Die Software bauen wir selbst

Der Arbeitsplatz ist unsere eigene Entwicklung — kein umgebautes fremdes Produkt. Das ist der Grund, warum er nach Büroarbeit aussieht und nicht nach Werkzeugkasten: Jeder Knopf, der drin ist, musste sich rechtfertigen.

Was wir nicht selbst machen, sind die KI-Modelle. Die kommen als Dienst von den Anbietern in der Tabelle oben und beruhen auf offen veröffentlichten Modellen — trainiert haben wir nichts davon selbst, und mit deinen Inhalten trainieren wir auch nichts.

Warum macht algonice das so? (EU-Souveränität)

Wir wollten einen Gegenentwurf bauen: dein Arbeitsplatz, deine Daten, europäische Anbieter, DSGVO-Boden unter den Füßen — und offen nachlesbar, wer gerade arbeitet. Offene Modelle machen das möglich; sie sind inzwischen richtig gut und gehören niemandem allein.

Warum es keinen Modell-Wähler gibt

Andere Arbeitsplätze legen dir eine Liste hin und lassen dich entscheiden. Wir halten das für eine Zumutung: Eine Bürokraft soll nicht wissen müssen, welches Modell gut rechnet und welches gut schreibt. Also entscheidet der Arbeitsplatz — und zwar je Aufgabe, nicht einmal beim Anlegen des Kontos.

Das Ergebnis ist bequemer, aber es darf nicht zu Undurchsichtigkeit führen. Deshalb gilt beides: Für dich heißt alles Ody, und die vollständige Zuordnung steht offen auf dieser Seite — welche Aufgabe zu welchem Anbieter in welchem Land geht. In der Verwaltung sieht ein Firmen-Admin dasselbe.

KI-Kennzeichnung im Arbeitsplatz

Ody sagt dir, dass er eine KI ist. Der Arbeitsplatz ist als KI-Anwendung gekennzeichnet, Ody nennt sich auf Nachfrage ausdrücklich eine KI und verschweigt nie, dass er eine Maschine ist.

Erzeugtes trägt eine Kennzeichnung. Jedes Bild und jede Datei, die im Arbeitsplatz entsteht, bekommt eine maschinenlesbare Markierung mitgeschrieben — bei Bildern in die Bilddatei, bei Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien in die Dokumenteigenschaften, bei PDF in die Metadaten. Verwendet wird dasselbe Standardvokabular, das auch Adobe, Google und die Content Authenticity Initiative benutzen. Programme, die das auslesen können, erkennen daran: von KI erzeugt oder bearbeitet.

Ody liest solche Kennzeichnungen auch vor. Lädst du ein fremdes Bild oder Dokument hoch, sieht er nach, ob eine KI-Markierung darin steckt, und sagt dir, was er gefunden hat — samt Werkzeug und Modell, wenn es drinsteht. Umgekehrt gilt der Satz aber nicht: Fehlt eine Markierung, heißt das nie „echt". Sie ist leicht zu entfernen, und die meisten Werkzeuge schreiben gar keine.

Ehrlich dazu: Diese Markierung steckt in den Metadaten der Datei — sie hängt an der Datei, nicht am Bildinhalt. Wer das Bild abfotografiert, einen Screenshot macht oder es durch ein Programm schickt, das Metadaten verwirft, entfernt sie. Nach heutigem Stand der Technik gibt es keine Markierung, die das übersteht; das sagt die EU-Kommission in ihrem Verhaltenskodex vom Juni 2026 selbst.

Und was das für dich heißt: Wenn du ein KI-erzeugtes Bild veröffentlichst — besonders wenn darauf echte Personen zu erkennen sind —, musst du es als KI-erzeugt kennzeichnen. Diese Pflicht trifft seit dem 2. August 2026 denjenigen, der veröffentlicht, nicht uns als Anbieter. Ein sichtbarer Satz genügt, zum Beispiel: „Dieses Bild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt."

Ausführlich steht das in § 4 der Nutzungsbedingungen.

KI-erstellte Inhalte auf dieser Website

Konsequent transparent: Unser Maskottchen Ody, seine Bilder und das Teaser-Video sind mit KI-Werkzeugen erstellt, die Songs im Player auf der Startseite ebenfalls (KI-Musik, erstellt und lizenziert mit Suno). Alle Texte schreiben und prüfen wir redaktionell selbst (mit KI-Unterstützung). Eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht besteht dafür nicht (EU AI Act, Art. 50 — stilisierte Grafiken und redaktionell geprüfte Texte sind ausgenommen) — wir sagen es trotzdem.

Bildschirmfotos zeigen wir gerade keine. Die Oberfläche wird mit den ersten Testern noch bewegt; ein Bild von gestern wäre eine Zusage von gestern. Wenn sie kommen, zeigen sie die Software unbearbeitet — aufgenommen in einem eingerichteten Beispiel-Arbeitsplatz, dessen Firma und Inhalte frei erfunden sind. Für Produktbilder sehen wir uns keine echten Kundendaten an.

Lizenz-Hinweise

Fragen?

Fragen, Wünsche, Probleme — oder du willst einfach mit einem Menschen sprechen? support@algonice.eu — der eine Kontaktweg für alles: Technik, Vertrag, Bezahlung, Feedback.